Ortho-Praxis Dr.Stephan Jablonski
Telefon: 0451 - 702 02 00

E-Mail: info@orthopaedie-aerzte.de
Facebook
×
0451 - 702 02 00

Ortho Praxis
Dr. Stephan Jablonski
Königstraße 19

D-23552 Lübeck
Kontaktdaten speichern
Servicezeiten
08:00 – 14:00 Uhr
15:00 – 17:00 Uhr
Rückenzentrum
Lübeck
Erfahren Sie mehr »
Termine
für Notfall-Patienten
Erfahren Sie mehr »
Ganzheitliche
Osteopathie
Erfahren Sie mehr »

« Zurück

Kausalgie (CRPS Typ II)

Wenn Schmerzen nach einer Verletzung ein Eigenleben entwickeln

 

Manche Schmerzen fühlen sich anders an als gewöhnliche Verletzungsschmerzen. Sie brennen, stechen oder treten anfallsartig auf – oft ausgelöst durch Reize, die normalerweise harmlos sind. Diese Form von Schmerz wird klassisch als Kausalgie bezeichnet.

Heute wird sie als Teil eines neuropathischen Schmerzsyndroms verstanden und ist selten, aber gut erklärbar.

Was mit Kausalgie gemeint ist

Kausalgie beschreibt anhaltende, brennende Schmerzen, die nach einer teilweisen Schädigung eines peripheren Nervs auftreten können. Der Schmerz steht dabei nicht im Verhältnis zur ursprünglichen Verletzung.

Typisch ist, dass:

  • selbst leichte Berührungen schmerzhaft sind
  • Temperaturwechsel starke Reaktionen auslösen
  • der Schmerz anfallsartig oder dauerhaft auftreten kann

Wichtig:
Der Schmerz ist real – auch wenn er sich ungewöhnlich anfühlt.

Warum sich der Schmerz so intensiv anfühlt

Nach einer Nervenverletzung kann die Verarbeitung von Reizen gestört sein. Das Nervensystem reagiert dann überempfindlich. Reize, die sonst keine Schmerzen verursachen, werden verstärkt wahrgenommen.

Typische Phänomene sind:

  • Allodynie: Schmerz bei normalerweise schmerzlosen Reizen
  • Überempfindlichkeit: übermäßige Reaktion auf Sinneseindrücke
  • vegetative Veränderungen: Haut, Temperatur oder Schwitzen verändern sich

Diese Reaktionen entstehen durch eine Fehlsteuerung – nicht durch Einbildung.

Moderne Einordnung des Begriffs

Der Begriff Kausalgie wird heute meist im Zusammenhang mit dem
Complex Regional Pain Syndrome (CRPS Typ II) verwendet. Dabei handelt es sich um eine seltene, aber bekannte Form neuropathischer Schmerzen nach Nervenverletzungen.

Diese Einordnung hilft, die Beschwerden besser zu verstehen – und aus der „Unklarheit“ herauszuholen.

Wie sich Kausalgie im Alltag äußern kann

Betroffene berichten häufig über:

  • brennende oder stechende Schmerzen
  • Überreaktionen auf Berührung oder Temperatur
  • Schwellung oder Hautveränderungen
  • Einschränkungen im Gebrauch der betroffenen Gliedmaße

Die Beschwerden können schwanken und wirken oft unvorhersehbar.

Abgrenzung zu anderen Schmerzen

Kausalgie unterscheidet sich von:

  • Muskelschmerzen: strukturbedingt
  • Entzündungen: lokal begrenzt
  • funktionellen Beschwerden: ohne Nervenbeteiligung

Gerade diese Abgrenzung ist wichtig für die Einordnung.

Wann eine Einordnung sinnvoll ist

Eine fachliche Einschätzung kann helfen, wenn:

  • Schmerzen ungewöhnlich stark oder brennend sind
  • Reize unverhältnismäßig schmerzhaft empfunden werden
  • Beschwerden nach einer Nervenverletzung anhalten
  • Unsicherheit über Ursache oder Verlauf besteht


Häufige Fragen zur Kausalgie

Ist Kausalgie gefährlich?
Sie ist selten, aber erklärbar. Eine frühe Einordnung ist sinnvoll.

Sind die Schmerzen „psychisch“?
Nein. Es handelt sich um eine neurologisch erklärbare Schmerzform.

Warum reagieren selbst leichte Reize so stark?
Weil die Reizverarbeitung im Nervensystem verändert ist.

Gibt es den Begriff heute noch?
Ja – er wird meist im Zusammenhang mit CRPS Typ II verwendet.


Kausalgie beschreibt eine besondere Form von Nervenschmerz, die sehr belastend sein kann. Wer versteht, warum der Schmerz so intensiv ist, kann ihn besser einordnen und fühlt sich weniger allein mit den Beschwerden.

Kurzfazit

  • Kausalgie = neuropathischer Schmerz nach Nervenverletzung
  • Selten, aber medizinisch erklärbar

 


Artikel weiterempfehlen Artikel weiterempfehlen »

« Zurück

©2026 Praxeninformationsseiten | Impressum